ARTISAN VIOLINS Laurentius Huige

Schmerz-probleme und Jacobsprinzip

 


        
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   om te zien:
   - Basic front muscles
   - Basic back muscles


          
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   - Violin Geometry drawing
   - A Violin which is too big for the child

Es gibt Menschen in verschiedene Grössen und Formen: gross oder klein, mit langen oder kurzen Armen, Menschen mit einem kurzen oder langen Hals. Traditionell gibt es – wenn man ausgewachsen ist zumindest – nur eine ‘volle’ Grösse und das soll passen. Kein Wunder, dass bis zu 86% der Musiker Schmerzprobleme haben oder bekommen, welche irreversibel und bleibend werden können wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und Aufmerksamkeit bekommen.

 

Ein medizinisches wissenschaftliches Artikel, veröffentlicht in Januar 2014 auf PubMed von Steinmetz A, Scheffer I, Esmer E, Delank KS, Peroz I. – mit Titel: Frequency, severity and predictors of playing-related musculoskeletal pain in professional orchestral musicians in Germany. (Frequenz, Schwere und voraussagende Faktoren von spielbezogen Muskel- und Knochenschmerzen von beruflichen Orchestermusikern in Deutschland) – schreibt: “Playing-related musculoskeletal disorders (PRMD) in professional musicians are common. Existing literature demonstrates that up to 86 % of musicians are affected.” (Spielbezogene Muskel- und Knochenerkrankungen bei beruflichen Musikern gibt es häufig. Bestehende Literatur zeigt, dass bis zu 86% der Musiker betroffen sind.)

Aber nicht nur Berufsmusiker mit jahrenlanger Spielerfahrung müssen dies berücksichtigen, auch seriöse Amateurmusiker und selbst schon Musikstudenten. Heutzutage werden immer mehr medizinische fachwissenschaftliche Forschungen gemacht, nach der Musiker als Patienten ihre spezifischen Wünsche, Bedürfnisse und Verlangen haben.


Natürlich kann der Geigenbauer nicht die medizinischen Symptome behandeln, aber er könnte probieren die Ursache weg zu beheben, um weitere Schäden zu verhindern – WENN die Symptome tatsächlich von einer schlecht passenden Instrumentgrösse verursacht werden.


Vielleicht ist eine korrekte Einstellung vom Instrument schon genug um die Spielbarkeit zu vergrössern und damit das Problem im Griff zu bekommen. Aber wenn dieses nichts bringt, dann sollte man sich überlegen ob es nicht besser sei, ein völlig neues Instrument bauen zu lassen.


Das neue Instrument kann dann entworfen werden und an Sie, als einzigartiges Individuum, angepasst werden. Das ist das Jacobsprinzip: das Instrument so bauen und entwerfen, dass es an den Musiker angepasst wird, anstatt umgekehrt. Dabei ist oft das Instrument zu gross, wodurch eine Menge Probleme und Beschränkungen bezüglich musikalisch technischem Fortschritt, musikalischem Ausdruck und Interpretation auftritt.

Hierbei wird oft geraten, auf ein 3/4 oder 7/8 -Instrument zurückzugreifen. Dies bedeutet nicht nur Größenmäßig einen Schritt zurück, sondern heisst es auch von der Klangqualität, dem Timbrereichtum und dem Volumen einen riesigen Schritt rückwärts. Ein Instrument mit einer kleineren Körpermensur könnte bei diesem Problem die Lösung sein. Dies gibt uns dann eine effektiv kleinere Saitenlänge mit einem normal grossen Klangkörper.

Wir würden uns sehr gerne die Zeit nehmen Ihre Situation zu studieren, Sie zu Beraten und behilflich zu sein, eine informierte Entscheidung zu treffen für den besten Weg vorwärts.