ARTISAN VIOLINS Laurentius Huige

Neubau

 

 

Mit ‘Neubau’ wird gemeint: die Kunst, ein Instrument aus massiven Blöcken zu bauen, aus persönlich ausgesuchtem Tonholz, auf die traditionelle Weise. Das professionelle Fachgebiet ‘Geigenbau’ (und dazu Streichinstrumentnbau im Allgemeinen) gibt es schon viele Jahrhunderte. Und fast diese ganze Zeit wurde es ausgeübt mit der Hand, ohne Maschinen. 

Selbst heutzutage lassen sich Maschinen kaum im Bauprozess blicken.

Der Geigenbauer ist ein Artizan, ein selbstständiger Fachmann oder Handwerker, der seine Kunst gelernt hat und seine Arbeit gut versteht.
Wir bauen Instrumente nach der Tradition aus Cremona. Dazu wird eine Innenform benutzt, die das Modell des Instrumentes bestimmt. Inspiration für die verschiedene Stile und Modelle bekommen wir von den alten italienischen Meistern.

 

Neue Forschungen haben gezeigt, dass der goldene Schnitt, Phi, Fibonacci und Grössenverhältnisse vieles mit dem Geigenbau zu tun haben.
Die Ersten der Amatifamilie haben mehr Stil in der Form und Entwicklung der Instrumenten der Geigenfamilie gebracht. Stärker noch, die Geigeform sowie wir sie jetzt kennen, kann zurückverfolgt werden zu der Amatifamilie.

Abstand und Abmessung waren damals weniger abstrakt und weniger einheitlich als sie jetzt sind. Die damaligen Menschen haben die Massverhältnisse in ‘vollen Teilen’ benutzt anstatt Dezimalen, zum Beispiel: 1:2, 2:3, 3:4, 3:5, 5:8, 5:9, und so weiter. Mit dem korrekten Radius kann man dann die verschiedenen Kurven der Geigenform erscheinen sehen. Mit diesem Wissen können wir ein eigenes Modell entwerfen sowie die alten Meister es gemacht haben. Und niemand kann vorhersagen, wo der Designweg enden wird!